Weshalb man 2020 in der Schweiz noch gründen soll!

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Im Expertentalk mit Prof. Dr. Rolf Meyer wurde die Unternehmerlandschaft der Schweiz besprochen und die Frage wurde beantwortet, weshalb es auch im Jahr 2020, trotz oder vielleicht ja gerade wegen des Coronavirus Sinn macht, in der Schweiz sein eigenes Ding zu starten. Das gesamte Interview als Podcast findest du hier:

Zusammenfassung des Expertentalks

Prof. Dr. Rolf Meyer ist Dozent und Experte für Entrepreneurship. Aktuell finden die meisten Vorlesungen aufgrund der Coronakrise digital statt.

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Zahlen zur Schweizer Unternehmerlandschaft
Je nach Statistik werden ca. 30’000 – 40’000 neue Firmen jährlich in der Schweiz gegründet. Allerdings sind darin viele Tochtergesellschaften, welche von Grosskonzernen ausgegliedert werden sowie Hand oder Namensänderungen integriert. Befragungen lassen den Schluss zu, das etwa 15’000 – 16’000 effektive Neugründungen pro Jahr in der Schweiz durchgeführt werden. Davon sind ca. 300-400 Startups, welche mit viel Risikokapital skalierbare Geschäftsmodelle international aufbauen möchten.

Von diesen Neugründungen verschwinden innert 5 Jahren etwa 50% wieder vom Markt. Allerdings gehen davon nur 25% formell Konkurs. Von allen Neugründungen geht also knapp jedes 8. Unternehmen in den formellen Konkurs.

Prof. Dr. Rolf Meyer

Weshalb macht es trotz der Coronakrise Sinn, in der Schweiz im Jahr 2020 ein Unternehmen zu gründen?
Eine Krise ist auch immer eine Chance, besonders für neue Firmen, welche schnell auf die neuen Gegebenheiten des Marktes reagieren können. Alteingesessene Firmen sind meist langsamer und können auf solche Veränderungen, wie sie auch in dieser Krise passieren, nicht schnell genug reagieren. Dies ist für Neugründungen eine sehr grosse Chance.
Durch die Arbeitslosigkeit, welche vermutlich steigen wird, werden wohl auch mehr Menschen sich erstmals überlegen, ihr eigenes Ding zu tun. Dies führt wahrscheinlich zu mehr Neugründungen.

Wie verändert sich die Schweizer Wirtschaft augfrund der Krise?
Es wird einen Strukturwandel geben, und ein Strukturwandel wird immer von kleinen Firmen getrieben. Kurzfristig wird die Schweizer Wirtschaft eine Delle haben, mittelfristig wird es mehr Neugründungen geben. Einerseits, weil viele Menschen keine Anstellung mehr finden und sich selbstständig machen müssen, andererseits weil sich viele Chancen bieten.
Das Unternehmerimage wird laut Umfragen in der Schweiz immer besser, auch machen sich immer mehr sehr gut ausgebildete Menschen selbstständig und immer mehr Menschen möchten ihr „Lifestyle-Business“.

Der Unterschied zwischen der Schweiz und der USA
In der Schweiz gibt es deutlich weniger Startups, welche richtig gross werden, Facebook, Google, Amazon usw. sind alles amerikanische Firmen. Dies ist deshalb der Fall, weil in Amerika viel mehr Risikokapitalgeber vorhanden sind als in der Schweiz. Gerade im Silicon Valley gibt es zahlreiche Firmen und Berater, welche sich auf die Suche nach Kapital spezialisiert haben.

Schwierigkeiten, die Gründern beim Start ihres eigenen Unternehmens häufig über den Weg laufen sind:

  • Die Kundengewinnung funktioniert nicht
  • Die Frage, wie man mit der Geschäftsidee genug Geld verdienen kann

Im Interview geht Rolf auf viele weitere Fragen zum Unternehmertum in der Schweiz ein. Hör dir das Interview ganz einfach als Podcast an. Meine Empfehlung ist zudem, den Podcast mit 1.5 oder 2-facher Geschwindigkeit zu hören, dadurch hast du in kürzerer Zeit noch mehr Inputs!

So kannst du Rolf erreichen

Email: rolf.meyer@fhnw.ch
Webseite: www.getlaunched.io
Rolfs LinkedIn Profil

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