Der Zeitpunkt für die Selbständigkeit ist nie richtig!

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Interview mit Philipp Baumann von Timly

«Du springst von der Klippe und im freien Fall musst du fliegen lernen.» So beschreibt Philipp den Prozess der Firmengründung. Der Sprung ist nie einfach, egal in welchem Alter und das Risiko bleibt. Aber es ist ein spannender und selbstbestimmter Lebenswegen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Selbständigkeit? Nie! Es gibt immer Gründe, warum man doch noch etwas länger angestellt bleibt. Philipp setzte sich das Ziel: Vor 40ig! Und hat es einfach gewagt.

Bevor er sich selbstständig machte, arbeitete er in verschiedenen Positionen und sammelte sich die nötige Erfahrung. Diese Erfahrung war ihm sehr wichtig, denn er wollte vor der Gründung genügend Know How aufbauen, die ihm die nötige Sicherheit beim Sprung in die ungewisse unternehmerische Zukunft bot. Die Zeit als Angestellter, erlaubte es ihm auch einen gewissen Kapitalstock für die Gründung aufzubauen.

Timly Cloudlösung

Timly Inventar ist eine Cloudlösung für die Inventarverwaltung und richtet sich an anlagenintensive Branchen, wie beispielsweise die Handwerks- und Bauindustrie, Logistiker, öffentliche Verwaltungen oder das Gesundheitswesen. Wenn ein CRM-Tool (Customer Relation Management) Unternehmen hilft, die Aktivitäten rund um ihre Kunden zu erfassen, so ist die Timly Cloud das Tool für das Inventar von Firmen. Timly Inventar hilft Unternehmen den Überblick über ihr Inventar zu behalten:  Was besitzt sie, an welchem Standort befindet es sich inklusive GPS-Standort, wer hat es, bisherige Wartungs- und Instandhaltungspläne, Servicepartner, Nutzungsstatistiken, etc. Damit verhilft die Timly Cloudlösung Firmen zu mehr Transparenz, reduziert den Materialverlust und sorgt für mehr Effizienzgewinne in den Prozessen rund um die Verwaltung des Inventars.

Nebenberuflich starten

Philipp hat zu Beginn nebenberuflich gestartet und so die erste Version mit einem Pilotkunden gebaut. Allerdings war relativ schnell klar, dass Marktreife nur mit 100% Fokus erreicht wird. Gerade als Produktanbieter sind zu Beginn einiges an Vorleistungen gefragt, denn ernsthafte Kundengespräch sind erst möglich, wenn man auch effektiv etwas vorweisen kann. Er hat schon verschiedene erfolgsversprechende Softwareprojekte beobachtet, bei denen die Initianten sich den Sprung nie getraut haben. So erreichten sie nie die Marktreife und den nötigen Professionalisierungsgrad, so dass diese vielversprechenden Ideen leider versandeten. „Die Idee ist nur etwa 30% des Erfolges, was zum Schluss zählt ist die Umsetzung“.

Einen genauen Businessplan hat Philipp nie gerechnet, weil er zu Beginn überzeugt war, dass es sowieso anders kommen wird als geplant und initiale Annahmen sich dann sowieso als falsch herausstellen werden. Das heisst aber nicht, dass er sich über das Businessmodell keine Gedanken gemacht hatte. Er orientierte sich am typischen Modell für Software as a Service, bei dem der Kunde eine jährlichen Nutzungsgebühr bezahlt und so wiederkehrende Einnahmen garantiert sind. Zudem skaliert das Software as a Service Modell sehr gut, weil Neukunden zu fast null variablen Kosten bedient werden können. Und ist eine Software einmal in den Prozessen eines Geschäftskunden verankert, ist ein Wechsel zu einer anderen Lösung mit hohen Wechselkosten verbunden, so dass Kunden typischerweise lange erhalten bleiben. Der Fokus liegt aktuell im Wachstum und sie möchten schnell viele Kunden gewinnen. Die aktuelle Lösung ist für den DACH Raum gemacht, mittelfristig wird aber weiter internationalisiert.

Spezialisten als Freelancer dazunehmen

Spannend in der heutigen Zeit findet Philipp, dass man Spezialisten digital als Freelancer dazunehmen kann und man sich so sehr gezielt Expertise an Bord holen kann. So besteht der Kern der Firma aus den zwei Gründern, zählt man aber die Freelancer dazu, so zählt das gesamte Team 7 Personen.

Als Unternehmer hat sich das Leben von Philipp zum Positiven verändert. Auch wenn er heute mehr arbeitet als früher, so ist er heute mehr ein „arbeiten Dürfen“ als ein Müssen, denn man weiss jeden Tag wofür man arbeitet. Als weiteren grossen Vorteil erwähnte Philipp die Autonomie über seine Zeit. So kann er heute auch ohne schlechtes Gewissen tagsüber einen privaten Termin wahrnehmen – was er sehr schätzt.

Hör dir jetzt das spannende Interview mit Philipp an!

Lieblingszitat von Philipp Baumann:

«Go for Better»

– Michelle Obama

3 konkrete Tipps von Philipp:

  • Keine Angst vor Veränderung! – Wenn du unzufrieden bist, dann liegt es an Dir etwas zu ändern und ist eine Chance auf etwas Neues, etwas Spannendes.
  • Verfolge deine Interessen und nicht nur das Geld! «Mach dein Hobby zum Beruf und du wirst nie wieder arbeiten!» Längerfristig wirst Du mit deine Hobby richtig gut und wirst damit auch gut Geld verdienen können mit einer sehr hohen Befriedigung.
  • Um Unternehmer zu werden, muss man sich vom monatlichen Cashflow-Denken (Salär) lösen. Man nimmt heute Einbusse in Kauf, investiert damit aber in die Zukunft des Unternehmens. Daher langfristig zahlt sich das aus.

Buchtipps von Philipp:

So erreichst du Philipp:

www.timly.com
philipp@timly.ch

Das Interview gibt es auch als Video:

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